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6. Juli 2011:

Dampfbremse / Dampfsperre

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In diesem Blog möchten wir Sie über den Unterschied zwischen Dampfsperre und Dampfbremse informieren.

Dampfbremse

Dampfbremse

Grundsätzlich weist die Dampfbremse, welche üblicherweise erhältlich ist, einen sd-Wert von ca. 1,00 -200 m auf.

Dampfsperre

Dampfsperre

Die Dampfsperre beginnt ab einem sd-Wert von über 1500m.

Der sd-Wert ist die Kennzahl der jeweiligen Dampfbremse bzw. Dampfsperre und sagt aus welcher definierter Feuchtetransport stattfindet.

Einen definierten Feuchtetransport gibt es nur bei der Dampfbremse. Die Dampfsperre lässt bei korrekter Verlegung keinen Feuchtetransport zu.

Daher spricht man umgangssprachlich – bei der Verwendung von Dampfbremsen – von diffusionsoffener Bauweise.

Vor dem Einsatz einer Dampfbremse oder Dampfsperre ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass der gesamte Bauteil, z. B. die Dachschräge, bauphysikalisch geprüft und abgestimmt wird.

Es nützt die beste Dampfbremse/sperre nicht, wenn der Bauteilaufbau nicht geeignet ist.

Bei der Dachschräge, bzw. beim Ausbau des Dachgeschoßes ist es wichtig den gesamten Aufbau samt Kaltdach zu prüfen und die Dampfbremse auf die Erfordernisse abzustimmen. Vor allem ist hier auf die verwendete Vordeckbahn oder Unterdachbahn zu achten.

Als Faustregel gilt:

Der sd-Wert der Dampfbremse soll min. 10 x so hoch sein wie der sd-Wert der verwendeten Unterdachbahn bzw. Vordeckbahn in Ihrem Fertighaus.

Ein Beispiel:

Der Zimmermann hat bei der Montage des Dachstuhles eine Vordeckbahn mit einem sd-Wert von 0,6 m verwendet.

Das bedeutet, die Dampfbremse sollte einen Mindest sd-Wert von 6 m aufweisen, sodass der Bauteil mit dem Feuchtetransport umgehen kann.

Bei Nichteinhaltung der bauphysikalischen Grundregeln kann es zu überhöhter Feuchtigkeit der Dämmung kommen und in weiterer Folge zur Schimmelbildung in der Dämmebene.

Wichtig bei der Verlegung der Dampfbremse und auch bei der Dampfsperre ist die luftdichte Verklebung in der Fläche, als auch bei den Anschlüssen wie Kniestock und Giebelwand. Hier gibt es von den Herstellern meist genaue Verlegeanleitungen mit den empfohlenen Produkten, die Sie auf alle Fälle verwenden sollten.

Auch bei schlecht ausgeführten Anschlüssen sowie Leckagen in der Fläche kann es zu überhöhter Feuchtigkeit in der Dämmung kommen und somit, im schlimmsten Falle, zur Schimmelbildung.

Zusammenfassend möchte ich nochmals festhalten, dass die Wahl der Dampfbremse oder Dampfsperre wesentlich dazu beiträgt ob Ihr Projekt hinsichtlich der Bauphysik gut ausgeführt ist und Ihnen auch über Jahrzehnte Freude bereitet.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

KOMMENTARE »

  1. Sehr informativ!

    Kommentar von Verena — 7. Juli 2011 @ 11:45

  2. Hallo, ich hätte eine wichtige Frage. Wir werden im Dachboden (kein Wohnraum) eine 40cm Styropor-Isolierung verlegen. Ist darunter eine normale Dampfsperre ok oder muss ich eine Folie wie beim Dackdecken verwenden.

    Vielen Dank für ein raschen Antwort
    Sandra

    Kommentar von Sandra Säuerl — 25. Juli 2011 @ 18:41

  3. Sehr geehrter Frau Säuerl!

    Gerne helfen wir Ihnen bei der Wahl der richtigen Dampfbremse oder -sperre weiter.
    Dazu benötigen wir jedoch noch einige Informationen. Wie ist der Deckenaufbau ausgeführt?
    Handelt es sich um eine Massivdecke (Beton- oder Hohldielendecke) oder um eine Holzdecke?
    Bitte um Bekanntgabe der Decke samt Aufbau und Innenausbau, danach können wir Ihnen das richtige Produkt empfehlen.

    Kommentar von Pichler Haus — 26. Juli 2011 @ 07:50

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